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Hund hat Mundgeruch

Hilfe, mein Hund hat Mundgeruch!

Da möchte man mit seinem tierischen Freund eine Runde kuscheln, er streckt die Schnauze nach einem aus und dann überwältigt es einen auch schon – dieser üble beißende Mundgeruch! Doch was kann ich dagegen unternehmen oder ist das normal?

Die Ursachen für Mundgeruch

Ein gewisses Maß an Mundgeruch kann bei Hunden durchaus mal vorkommen, allerdings sollte dieser nicht von Dauer sein.

Dafür gibt es die verschiedensten Gründe: Oftmals liegt der Ursprung im falschen Futter und wird durch die Ernährung von Rohfleisch oder Dosenfutter hervorgerufen. Auch Verdauungsprobleme sowie Stoffwechsel- und Darmerkrankungen können der Auslöser für den unangenehmen Atem sein.

In so einem Falle sollte definitiv der Tierarzt aufgesucht werden um eine Erkrankung auszuschließen, da Mundgeruch bei diversen Krankheiten als Begleiterscheinung auftritt.

Ebenso kann der Geruch durch Zahn- und Zahnfleischprobleme hervorgerufen werden, wodurch es schnell zur Entstehung von Plaque und Zahnstein kommt. Doch auch der Zahnstein sollte dringend von einem Fachmann begutachtet werden, da er im späterem Stadium zu Entzündungen führen kann.

Was hilft gegen Mundgeruch?

Ab und zu kann es schlicht und ergreifend helfen dem Hund etwas zum Kauen zu geben wie einen Stock oder Knochen.

Sollte die Ursache im Futter liegen empfiehlt es sich stets in ein qualitativ hochwertiges Futter zu investieren welches gut bekömmlich sowie gesund ist.

Die aber wohl effektivste Methode gegen anhaltenden Mundgeruch ist – wie sollte es auch anders sein – Zähne putzen! Auch Hunde brauchen eine regelmäßige Zahnpflege um neben dem Mundgeruch auch Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorzubeugen. Diese sollte mindestens einmal pro Woche durchgeführt werden. Vom Prinzip geht man hierbei ähnlich wie beim Menschen mit Zahnbürste und Zahnpasta vor, allerdings gilt es einige Dinge bei der Reinigung des Gebisses zu beachten, welche wir nachfolgend näher betrachten werden.

Sollte die Zahnreinigung bei Ihnen nicht möglich sein, aus welchen Gründen auch immer, kann alternativ auch ein Kaubonbon mit Atemminzen helfen oder ein Kaustreifen mit zahnreinigenden Enzymen.

Zähneputzen – aber wie?

Sollte ihr Hund bereits an einer Erkrankung in der Mundhöhle leiden, so sprechen Sie bitte zuerst mit einem Tierarzt um zu vermeiden, dass Sie ihrem Vierbeiner durch empfindliche Stellen unnötige Schmerzen zufügen!

Ebenso ist es sehr ratsam das Zähneputzen nicht als unangenehme Prozedur anzusehen sondern dem Hund zu verdeutlichen, dass sie sich in den folgenden Minuten nur Zeit für ihn nehmen und ein wenig Zeit zu zweit verbringen!

Bevor man nun mit der Reinigung des Gebisses beginnt benötigt man ein paar Utensilien. Sie sollten eine weiche Zahnbürste benutzen oder eine Fingerzahnbürste. Diese wird über den Zeigefinger gestülpt und ist in der Handhabung etwas einfacher. Des Weiteren sollten Sie eine spezielle Hundezahncreme benutzen – keine Zahnpasta für Menschen. Durch die unterschiedlichen erhältlichen Geschmacksrichtungen wird bestimmt auch für ihren Hund das passende dabei sein.

Um nun den Hund dazu zu bewegen den Mund zu öffnen, gehen Sie bitte sehr behutsam und liebevoll vor. Die Situation benötigt für den Hund eine Eingewöhnungszeit da es sehr ungewohnt ist dass sie ihm in den Mund schauen und sogar hineingreifen. Daher ist es hier sehr ratsam sich besonders viel Zeit zu nehmen. Ist ihr Hund noch nicht dazu bereit, so geben sie ihm die Zeit und drängen ihn nicht. Bauen Sie lieber eine vertraulichere Atmosphäre auf und versuchen Sie es ein anderes Mal erneut.

Hat ihr Hund den Mund bereitwillig geöffnet so gehen Sie behutsam mit etwas Zahnpasta auf der Zahnbürste an seinen Mundraum. Beginnen Sie am besten mit der Außenseite der Zähne indem sie langsame, zarte kreisende Bewegungen ausführen. Je nachdem wie ihr Hund reagiert können Sie sich anschließend vorsichtig und Stück für Stück weiter in den inneren Bereich des Mundes vortasten. Achten Sie bitte auch hier wieder darauf, dass ihr Hund es Ihnen erlaubt und Sie ihn zu nichts zwingen!

Zum Abschluss des Zähneputzens belohnen Sie ihren Vierbeiner doch mit einem Leckerli gegen Zahnstein!

 

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