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Kann man Hunde baden?

Für Menschen bedeutet ein Bad in der Regel Entspannung pur. Kerzenlicht, Schaum und Wärme sind eine gelungene Auszeit vom Alltag. Hunde sehen das leider (meist) anders und sträuben sich oftmals gegen die säubernde Prozedur.

Dennoch müssen, insbesondere Hunde die mit dem Besitzer gemeinsam in einer Wohnung oder einem Haus leben, aus Reinlichkeitsgründen auch ab und an gewaschen oder gebadet werden.

Besonders im Herbst und Winter sind die Vierbeiner im Schlamm unterwegs, suhlen sich im Dreck und tragen diese in die vier Wände ihrer Besitzer.

Um hiergegen vorzugehen empfiehlt es sich, den Hund zu baden. Doch wie geht man am besten vor, ohne den Hund zu verschrecken oder ihn gar zu verletzen und ohne in der ganzen Wohnung Schlammspritzer zu haben?

Wie befreie ich den Hund von starken Verschmutzungen?

In der Regel können Hunde „ganz normal“ gewaschen werden, indem man sie zum Beispiel in der Badewanne abbraust. Einige Hunde finden das toll und freuen sich förmlich auf die Prozedur, manch anderer Hund fängt jedoch an zu jaulen, laut zu Bellen oder rennt gar direkt weg.

Doch vor allem bei harten Verschmutzungen müssen unsere vierbeinigen Freunde hier durch und es empfiehlt sich deshalb, mit Belohnungen und gutem Zureden zu locken, damit der Hund die Prozedur mit positiven Erinnerungen verbinden kann. Mittel- oder langfristig wird der Hund bei positiver Erinnerung die Scheu vor dem Bad verlieren.

Am besten setzt man den Hund in die Wanne, präpariert den Badezimmerboden mit Gummimatten oder anderen abwaschbaren Materialien, und braust das Tier mit dem Duschkopf sanft ab. Hierbei kann man in leichten, kreisenden Bewegungen das Fell des Hundes von den Verschmutzungen befreien.

Um auch harten Verschmutzungen im Fell des Tieres erfolgreich zu Leibe zu rücken, sollte zusätzlich ein mildes Shampoo verwendet werden. Hierfür gibt es spezielle Pflegeprodukte für das Fell der Vierbeiner, die frei von synthetischen Zusätzen sind und keine aggressiven Gerüche haben, wie zum Beispiel Eukalyptus oder Vanille, die für das geruchsempfindliche Tier sehr unangenehm wären und bei Kontakt mit den Augen des Hundes sehr schmerzhaft für ihn sein könnten.

Hunde sollten nicht zu häufig gebadet werden

Nach dem Bad sollte das Tier sanft (ohne starkes Rubbeln) mit einem handelsüblichen Handtuch abgetrocknet werden und möglichst drinnen das Fell natürlich getrocknet werden.

Wenn ein Fön verwendet wird, muss dies mit genügend Abstand von der Haut des Tieres und auf geringer Hitzestufe erfolgen, damit das Tier durch die Hitze keinen Schaden nimmt. Hunde sollten jedoch keinesfalls zu häufig gebadet werden. Hundefell ist von Natur aus durch einen natürlichen Fettfilm geschützt, der gegen schädliche Einflüsse von außen wirkt.

Der Schutzfilm kann durch zu häufiges Waschen mit Shampoo-Einsatz oder unter Verwendung aggressiver Shampoos zerstört werden.

Deshalb sollten Hundebesitzer darauf achten, dass sie ihren Vierbeiner nicht zu häufig einer Pflegeprozedur mit Shampoo unterziehen. Leichte Verschmutzungen können auch punktuell und ohne Shampoo, zum Beispiel mit einem weichen Tuch, entfernt werden.

Bildquellen:

  • Hund baden: pajche/Depositphotos.com