Home | Magazin | Aquarienpumpe & Aquarienfilter | Kahmhaut im Aquarium
Kahmhaut im Aquarium

Kahmhaut im Aquarium

Bei zu niedriger Strömung kann sich eine sogenannte Kahmhaut bilden, welche den Gasaustausch zwischen Luft und Wasser verändert.

Viele vergessen, dass die Grenzfläche zwischen Wasser und Luft ebenfalls ein Lebensraum darstellt. Sobald sich Pflanzen, Fische und andere Lebewesen im Aquarium befinden, wird auch automatisch die Oberfläche besiedelt.

Aquarium

Aquarium

Zwischen Wasser und Luft sammeln sich alle Stoffe die leichter sind als Wasser aber keine eigene Gasphase erreichen. Aufgrund dieser Ansammlung entsteht zum Beispiel auch die allseits bekannte Oberflächenspannung, die unter anderem das Eindringen von Feststoffen verhindert. Viele Bakterienarten, Algen und Protozoen (verschiedene einzellige Organismen) finden hier ihr absolutes Paradies, da sie hier alles haben was sie zum Überleben und vermehren benötigen.

Neben den vielen Nährstoffen und genügend Licht, bekommen die Mikroorganismen auch noch CO2 und Sauerstoff auf einem Silbertablett serviert. Nach und nach bildet sich also auf der Wasseroberfläche eine dünne und meist geschlossene Schleimschicht in die die Mikroorganismen eingebettet sind.

Diese Schleimschicht nennt man Biofilm oder auch Kahmhaut. Wem also eine etwas schleimig wirkende Wasseroberfläche mit verstärkt auftretender Bläschenbildung auffallen sollte der muss schnell Abhilfe schaffen, denn die Kahmhaut kann den Gasaustausch zwischen Wasser und Umgebungsluft behindern.

Wie kann man Kahmhaut vermeiden oder bekämpfen?

Kahmhaut deutet häufig auf einen gestörten biologischen Abbauprozess, eine verstärkte Zugabe von Düngemitteln oder auf eine zu hohe Wasseraufbereitung hin. Doch leider lässt sich die oberste Schicht der Wasseroberfläche nicht einfach so abschöpfen. Da die Mikroorganismen an die Oberfläche gebunden sind, können sie auch nicht durch hohe hydraulische Belastungen entfernt werden. Wenn die Kahmhaut noch nicht allzu fortgeschritten ist, reicht es meist die weiße Schicht mit einem Küchentuch, einem Stück Zeitung oder einem Glas abzuschaben.

Wenn der Prozess jedoch schon weit verbreitet ist, hilft nur noch eine Filteranlage die das Oberflächenwasser in seinen Kreislauf einschließt. Die an der Wasseroberfläche erzeugte Strömung sorgt für die benötigte Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr im Filter. Diese kontrolliert wiederrum den Biofilm und löst die überschüssige Masse an CO2 und Sauerstoff von der Wasseroberfläche.

Durch einen im Aquarienfilter integrierten Oberflächensauger werden die Mikroorganismen und weitere schädliche Stoffe aus dem Aquarium hinaus befördert. Da die Mikroorganismen zu einer sehr schnellen Population und einem starkem Wachstum neigen, kann es ohne passende Aquarientechnik schnell zu einem verminderten Wachstum der Aquarienpflanzen führen.

Twittern, Gefällt mir, Share und +1 zeigt uns, wenn euch der Beitrag gefallen hat.

Nach Oben