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Was darf ein Hund fressen und was nicht? – Teil 3

Gesundheit und langes Leben werden durch die optimale Ernährung gewährleistet. Der Mischkostfresser Hund wird sich über absolut alles freuen, was gut riecht und schmeckt. Auf Grund des Stoffwechsels jedoch gibt es Speisen, die Hunde nicht fressen dürfen, weil bei der Verdauung Giftstoffe entstehen. Wie der Hund richtig ernährt wird und was er absolut nicht fressen darf ist entscheidend für sein Wohlbefinden.

Beim Hund spielen die Enzyme in den Verdauungssäften eine weitaus wichtigere Rolle, als die Magensäuren. Es wird Ihnen auffallen, dass das Erbrochene eines Hundes nicht so säuerlich riecht, als das bei einem Menschen der Fall ist. Auf diese, sicher unangenehme Weise, können Sie selbst sehen, dass die Verdauungssäfte beim Hund ganz anders zusammengesetzt sind, als das bei uns der Fall ist. Entsprechend entstehen bei der Verdauung im Hundebauch auch andere Stoffe, die bei der menschlichen Verdauung nicht auftreten würden, und die gesundheitsschädlich oder gar giftig sind. Dies ist ausschlaggebenden für die Frage, was ein Hund fressen darf und was nicht.

Was darf ein Hund fressen?

Zuallererst natürlich sein Futter. Die verschiedenen Futtermittel auf dem Markt sind allesamt so zusammen gesetzt, dass sie dem Hund zumindest nicht schaden. Es gibt erhebliche qualitative Unterschiede und zumindest das Verhältnis zwischen tierischem Eiweiß (zwei Drittel) und Kohlehydrate aus Getreide und/ oder Kartoffeln (ein Drittel) sollte passen.

Wenn Sie Ihrem Hund selber Mahlzeiten zubereiten, so sollten vor allem Innereien, Geflügel und Fisch abgekocht sein. Bei Fisch ist auf den Fettgehalt des Fisches zu achten! Auch hier gilt die Drittel-Regel, was die Anteile der Zutaten betrifft. Durch die enzymatische Verdauung kann der Hund Kohlehydrate nur bedingt verwerten. Der Rest wird in Körperfett umgewandelt. Aus diesem Grund braucht er sicher Kohlehydrate für die Energiegewinnung, doch sollte der Anteil geringer sein als der an Eiweiß und tierischen Fetten.

Auch die Fleisch-Frage kommt immer wieder auf wenn es darum geht, was ein Hund fressen darf. Einige Punkte gilt es hier zu beachten:

Hunde fressen Fleisch in nahezu jedem Frische-Grad. Die Zusätze im Industriefleisch sind jedoch nicht artgerecht; Beutetiere sind in aller Regel nicht mit Futterzusätzen für Fettaufbau „aufgeblasen“ auch erhalten sie im Regelfall nicht zur Vorsorge Antibiotika und Wachstumshormone. Bedenken Sie dies bitte, wenn Sie sich mit dem Thema Rohfleisch-Fütterung beschäftigen.

Hunde sind Raubtiere, Hetzjäger, um genau zu sein. Es hat sich gezeigt, dass Hunde die sehr viel Rohfleisch erhalten einen verstärkten Beutetrieb entwickeln. Sie verhalten sich jagdbereiter und auch aggressiver gegenüber Artgenossen. Es spielt allerdings eine Rolle, ob Ihr Hund einen Hasen oder eine Ente reißt, denn dies erfüllt den Tatbestand der Wilderei. Auch gegenüber allem Kleinen wird das Verhalten aggressiver, weil es als potentielle Beute eingestuft wird. Begegnungen mit Kindern könnten also anstrengender werden. Bei jedem Hund hat diese Entwicklung Einfluss auf den Gehorsam und die Führigkeit!

Was darf ein Hund nicht fressen?

Hier sind zuallererst Kunststoffe aller Art anzuführen. Hunde fressen sehr gerne bestimmte Kunststoffe, weil ihnen Erzeugnisse aus der Fischindustrie zugesetzt werden. Alle Kunststoffe, auch Folien, sind für Hunde gefährlich. Dasselbe gilt für Aluminiumfolien. Wenn Sie etwas Essbares in Alu-Folie versehentlich liegen lassen, wird der Hund das „Leckerchen“ mitsamt der Folie fressen. Im Magen-Darm-Trakt werden die messerscharfen Kanten der Folie nicht verdaut und können zu gefährlichen Verletzungen führen.

Alle Pilze sind für Hunde giftig. Aufgrund der enzymatischen Verdauung entsteht auch bei Speisepilzen ein Giftstoff, der die Nieren des Hundes schwer schädigt. Ebenso verhält es sich mit allen Nussarten. Auch Schokolade ist für Hunde giftig.

Das Serotonin in der Schokolade und allem Kakaohaltigen zerfällt im Hundemagen zur enzymatischen Form, die auch für den Menschen hochgiftig wäre. Der geringe Säureanteil im Hundemagen kann diesen Stoff nicht unschädlich machen. Bei regelmäßiger Aufnahme drohen Erblindung und andere Nervenschädigungen. Wird etwa Zartbitterschokolade gefressen, kann es auf Grund des hohen Kakaoanteils zu lebensbedrohlichen Schockzuständen beim Hund kommen.

Hunde fressen gerne Knochen, jedoch sollten Geflügelknochen keinesfalls verfüttert werden. Es handelt sich hierbei um Röhrenknochen, die beim Kauen sehr scharfe Kanten bilden. Es drohen schwerste Verletzungen im Rachen oder auch im Magen-Darm-Trakt.

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  • Was darf ein Hund fressen und was nicht: damedeeso/Depositphotos.com