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Wie oft muss der Hund gefüttert werden? – Teil 1

Nicht nur was der Hund frisst, sondern auch wie und wann sind für die Gesundheit des Tieres von größter Bedeutung. Worauf Sie achten sollten und was Sie meiden müssen, kann für Ihren Hund lebenswichtig werden.Wie oft ein Hund gefüttert werden muss, hängt von mehreren Faktoren ab. Das Alter spielt ebenso eine Rolle, wie der Alltag des Hundebesitzers. Bei der Futtererziehung spielt die Körperhaltung eine ebenso wichtige  Rolle, wie zeitliche Gewohnheiten. Viele Hundehalter wissen nicht, dass vor allem große Tiere lernen sollten, im Liegen zu fressen.

Der Grund: Frisst der Hund im Stehen und tut er das auch noch sehr schnell, besteht das Risiko einer Magendrehung. Dieser Vorfall ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern lebensgefährlich! Ihr Hund kann dann nur noch mit einer sofortigen Notoperation gerettet werden. Gewöhnen Sie ihn also an das Fressen im Liegen oder stellen Sie den Napf erhöht, so dass zwischen Hundekopf und Napf höchstens 25 cm Höhenunterschied bestehen.

Wie viel Nahrung braucht mein Hund?

Hier gilt die Faustregel: 150 g Futter pro zehn Kilogramm Körpergewicht, pro Tag. Dies gilt für den erwachsenen Hund. Wird er alt, hat er also die acht Jahre hinter sich gelassen, wird die Menge auf etwa 100 g je 10 Kilogramm Körpergewicht reduziert. Der Kalorienbedarf des Hundes kann nicht normiert werden. Hier spielen rassespezifische Fragen ebenso eine Rolle, wie die Lebensweise.

Ist der Hund sehr sportlich, wird er mehr Kalorien brachen, als ein Begleithund. Am Besten holen Sie weitere Informieren beim Züchter oder im örtlichen Tierheim. Dort finden Sie  Rasseprofile, die auch Auskunft über Kalorienbedarf und rassetypische Ernährungsfragen geben. Bei Mischlingen richten Sie sich bitte nach der augenscheinlich dominanten Rasse.

Wie oft wird gefüttert?

Hier gibt es zwei generelle Ansätze: Die Intervallfütterung und die Ad-Lib-Fütterung. Bei der Intervallfütterung wird die Nahrung auf zwei Portionen verteilt, dem Hund dargereicht.

Hier gibt es jedoch zwei Nachteile:

  • Wie viel Zeit gönnen Sie Ihrem Tier, um zu fressen? Danach muss der Napf weg, was zur Folge haben kann, dass sich Ihr Tier das Schlingen angewöhnt. Die Folge: Erbrechen, Verdauungsstörungen, Durchfall
  • Wann essen Sie selbst? Hunde sind Rudeltiere und werden folglich dann fressen, wenn auch Sie als „Leittier“ essen.

Die Ad-Lib-Fütterung (ad libidum lat. nach Bedarf) eignet sich nur für die Verfütterung von Trockennahrung. In diesem Fall füllen Sie Ihrem Hund den Napf und gestatten ihm, zu fressen wann er mag. Ihr Hund reagiert sehr sensibel auf Veränderungen aller Art, der erste Kanal ist das Fressverhalten. Sollte also etwas Ungewöhnliches passieren, verschieben sich die Futterzeiten des Tieres.

Nach einem ereignisreichen Tag kann Ihr Tier das Futter verweigern, wenn es dann erst am folgenden Morgen wieder gefüttert wird, ist mindestens eine unruhige Nacht für Sie und Ihr Tier die Folge. Hündinnen verändern während der Läufigkeit das Fressverhalten ganz massiv, was mit der Ad-Lib-Fütterung gut kompensiert werden kann. Viele weibliche Hunde behalten diese Schwankungen im Fressverhalten übrigens auch nach der Kastration bei.

Vorteile:

  1. Der Hund hungert nie aus, schlingt also auch nicht.
  2. Stoffwechsel- und damit auch Blutzuckerspitzen durch einen sehr vollen Magen werden vermieden
  3. Penetrantes Betteln oder Futterkämpfe bei mehreren Tieren entfallen, denn der Futterstress durch festgelegte Zeiten entfällt ganz.

Wie viel Nassfutter und wie viel Trockenfutter bekommt der Hund?

Für das Gebiss des Hundes ist eindeutig dem Trockenfutter der Vorzug zu geben. Hat der Hund keine Zahnprobleme, so sollte der Trockenfutteranteil 80 % der gesamten Nahrung ausmachen. Nassfutter wird meist verschlungen und hält wesentlich schlechter satt. Viele Hunde reagieren zudem mit weichem und/oder sehr stinkendem Stuhl auf Nassfutter.

Wollen Sie Ihrem Hund etwas wirklich Gutes tun, so kochen Sie ihm ein- bis zweimal die Woche eine Mahlzeit. Da Hunde Mischkostfresser sind, sollte diese Mahlzeit aus Fleisch Gemüse und Reis oder Kartoffeln bestehen.

Tipp: Ein Fastentag in der Woche wird empfohlen. Dies unterstützt den Stoffwechsel Ihres Hundes und dient auch der Gewichtskontrolle.

Die Große Hundefutter Serie

Wie oft muss der Hund gefüttert werden? – Teil 1
Wie oft muss der Hund gefüttert werden? – Teil 2
Was darf ein Hund fressen und was nicht? – Teil 3

Bildquellen:

  • Wie oft muss der Hund gefüttert werden: lifeonwhite/Depositphotos.com