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Wie und wo wird ein Hund gechipt (Hundechip)?

Jeder Hundebesitzer kennt den absoluten Alptraum den man sich nicht ausmalen möchte: Mein Hund ist weg! Um eben diesem Szenario wieder zu entkommen ist ein Mikrochip für ihren lieben Vierbeiner die beste Lösung.

Ein Mikrochip ist eine kostenpflichtige Kennzeichnung welche aus einer 15 stelligen Zahlenkombination besteht. Diese Nummer ist weltweit nur einmalig vergeben und entspricht der ISO-Norm.  Durch diesen Mikrochip kann das Tier eindeutig identifiziert und dem Besitzer zugeordnet werden.

Der Chip ist ein ca. 12 x 2 mm großen Transponder, etwa so groß wie ein Reiskorn, welcher aus einem in Kunststoff oder Glas gebetteten elektrischen System besteht. Das Einsetzen des Chips kann bereits in den ersten Lebenswochen des Welpen erfolgen und ist durch einen Tierarzt durchzuführen. Dabei wird der Chip mithilfe einer Spritze in die linke Nackenseite (international normierte Stelle) injiziert was für das Tier weitestgehend schmerzfrei ist. Anschließend kann durch ein Lesegerät, welches den Chip aktiviert, die Nummer ausgelesen werden.

Natürlich ist der Transponder gewebeverträglich und sondert – entgegen vieler Behauptungen – keine elektrischen Strahlungen an das Tier ab. Beim Abfahren des Tiers mit dem Lesegerät empfängt dieses Radiowellen im Niederfrequenzbereich von dem Chip. Diese Aktivierung  besteht allerdings nur solange das Lesegerät den Mikrochip  auswertet und ist die restliche Zeit inaktiv. Ebenfalls ist ein „wandern“ des Chips unter der Haut höchst unwahrscheinlich.

Was den Mikrochip besonders auszeichnet ist seine Fälschungssicherheit. Er schließt eine Doppelung der Kennzeichnung, sprich der 15-stelligen Nummer, aus.

Um jedoch die Zuordnung des Hundes zu einem bestimmten Halter beim Auslesen des Chips zu gewährleisten, muss der Chip unbedingt in einer Datenbank registriert werden!

Es gibt viele verschiedene Datenbanken wie zum Beispiel IFTA, Tasso oder animaldata. Achten Sie bei der Auswahl der Datenbank auf eine gute telefonische Erreichbarkeit (24h-Notrufhotline oder online Abfrage) und darauf, dass eine Anbindung zu einer internationalen Suchmaschine besteht. Diese ermöglichen, wie bspw. Pettmaxx oder europetnet, eine weltweile Rückvermittlung des Tieres.

Wissenswert für Reiseliebhaber: Der Mikrochip ist für jeglichen Reiseverkehr notwendig!

Neben dem Mikrochip gibt es noch eine andere Möglichkeit ihr Tier zu Kennzeichen, mithilfe einer Tätowierung. Diese wird am Ohr oder Schenkel angebracht. Da diese Prozedur sehr schmerzhaft ist kann sie nur unter Narkose durchgeführt werden.

Bei Tätowierungen besteht zudem die Gefahr von Dopplungen der Zahlungscodes, wodurch ein eindeutiges Zuweisen des Vierbeiners zu seinem Halter deutlich erschwert wird. Auch ein Verblassen der Kennzeichnung tritt häufig auf.

Aus diesem Grund und wegen des Risikos während einer Narkose verwenden Tierärzte hauptsächlich Mikrochips.

Bildquellen:

  • Hundechip: feedough/Depositphotos.com