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Bernhardiner
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Der Bernhardiner – Familienhund mit Beschützerinstinkt

Seinen Namen hat der Bernhardiner den Augustiner Mönchen des schweizer Hospizes auf dem Großen St.Bernhard zu verdanken. Hier wurde diese Hunderasse um das Jahr 1050 das erste Mal erwähnt. Die Mönche nutzen des Bernhardiner als Lawinenhund, da sich das Kloster auf einer Passhöhe in den Schweizer Alpen befand. Aufgrund seines Gewichtes ist der Bernhardiner heutzutage kaum noch als Lawinenhund zu gebrauchen und wurde im Laufe der Zeit vom Schäferhund abgelöst.

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Heutzutage zählt der Bernhardiner zu der Gruppe der sogenannten „Haus- und Begleithunde“ und gilt seit 1884 als Nationalhund der Schweiz. Der Bernhardiner zählt zusammen mit den britischen Mastiff zu den schwersten Hunderassen, da er bei einer Schulterhöhe von rund 75 cm ein Gewicht von bis zu 90 Kilogramm erreichen kann.

Trotz seiner massiven und kräftigen Erscheinung, hat der Bernhardiner einen sehr sensiblen und dennoch zuverlässigen Charakter. Als Familienhund ist er ideal geeignet da er ausgeglichen und ruhig ist und einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt besitzt. Gassi gehen ist mit einem Bernhardiner bei jedem Wetter möglich, da er eine sehr ausdauernd und wetterfest ist.

Auch seinen Orientierunssinn, seine schnelle Ortskenntnis, seine feine Spürnase und seinen Dickkopf hat er bis heute nicht verloren. Aufgrund der verschiedenen Züchtungen und Züchtungsversuchen leidet der Bernhardiner jedoch häufig an einer Hüftgelenkdysplasie, Knochenkrebs und der sogenannten Magendrehung.

Haltung, Pflege und Erziehung
Bevor man sich für oder gegen einen Bernhardiner entscheidet sollte man sich im Klaren sein, dass ein großer Hund viel Platz und lange Spaziergänge braucht. Auch die Fellpflege nimmt bei einem langhaarigen Bernhardiner einiges an Zeit in Anspruch. Die Erziehung eines Bernhardiners gestaltet sich nicht ganz einfach.

Man muss viel Geduld aufbringen, bevor er Kommandos versteht und vor allem immer und überall ausführt. Sie sind zwar sehr lern- und aufnahmefähig, bedingt durch die Sturheit eines Bernhardiners lässt er sich jedoch nicht leicht von neuen Dingen überzeugen. Hat ein Bernhardiner jedoch einmal verstanden wer „Rudelführer“ ist und welche Kommandos er auszuführen hat, setzt er diese auch konsequent und zuverlässig um.

Da diese Hunderasse durchaus 12-14 Jahre alt werden kann, müssen Platz und Zeit für Auslauf und Pflege also auch über Jahre hinweg garantiert werden. Sind alle Voraussetzungen gegeben, ist der Bernhardiner ein sehr treuer Gefährte, hat nur wenig Probleme mit anderen tierischen Mitbewohnern und besitzt ein großes Herz für Kinder.

Bildquellen:

  • Bernhardiner: evdoha/Depositphotos.com