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West Highland Terrier
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Der West Highland Terrier – ein treuer Gefährte mit Jagdtrieb

Der West Highland Terrier, oder umgangssprachlich auch „Westi“ genannt, stammt aus dem schottischen Highland und wurde erstmals von der Familie Malcolm aus Argyllshire gezüchtet. Der Westi wurde damals zu Jagdzwecken von Füchsen, Ottern, Bibern oder Dachsen eingesetzt, die er aus den jeweiligen Bauten vertreiben sollte.

West Highland Terrier

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Diesen Jagdtrieb hat der West Highland Terrier bis heute nicht verloren. Der Westi ist ein kleiner und kompakter Hund, dennoch ist seine Statur sehr muskulös.

Die weiße Farbe des Fells diente damals dazu den Hund auch im dichtesten Gestrüpp oder in Felsen wiederzufinden. Die Fellfarbe hat sich bis heute nicht geändert und ist auch heutzutage eines der Haupterkennungsmerkmale.

Aufgrund des rauen Klimas in seiner ursprünglichen Heimat Schottland, kann der Westi im Sommer bzw. bei höheren Temperaturen schon mal Probleme bekommen. In Deutschland erfreut sich der West Highland Terrier seit Beginn der 1990er Jahren, aufgrund der Hundefutter Werbung, an immer höher werdender Beliebtheit.

Um der plötzlichen und rasant ansteigenden Nachfrage gerecht zu werden, haben damals viele Züchter die Gesundheit dieser Rasse vernachlässigt.

Das führte dazu, dass der Westi bis heute oft an der sogenannten Cranio-mandibulären Osteopathie leidet – eine schmerzhafte Knochenkrankheit des Schädels.

Auch eine ausgeschlagene Kniescheibenlagerung, Allergien, Kiefermissbildungen, Lebererkrankungen, Zahnprobleme oder eine angeborene Fehlbildung der Harnleiter sind keine Seltenheit und die Folgen dieser Schnellzüchtung.

Haltung, Pflege und Charaktereigenschaften

Auch wenn der West Highland Terrier nicht zu den Langhaarhunden zählt, muss auch hier eine regelmäßige Fellpflege erfolgen. Das Fell dieser Hunderasse sollte alle zehn bis zwölf Wochen mit einem Trimmmesser gestutzt werden. Da das abgestorbene Deckhaar nicht wie bei anderen Hunden ausfällt, muss es mit der Hand oder einem Trimmer gezupft werden.

Der Westi ist vom Charakter her ein sehr geselliger Typ und eignet sich daher besonders als Familienhund. Aufgrund seiner natürlichen Eigenschaften wie Mut und Tapferkeit stellt der Westi einen Wachhund im Kleinformat dar, wobei er dabei niemals aggressiv wird.

Gerade bei Kindern blüht der Westi voll in seiner Verspieltheit, seiner Treue und seinem Beschützerinstinkt auf. Seinen typischen Terrier-Sturkopf hat er jedoch auch über die Jahre hinweg behalten. Aufgrund seiner doch recht kleinen Größe, kann der Westi durchaus auch in einer Wohnung gehalten werden. Auslauf und ausgedehnte Spaziergänge gehören aber trotzdem zu seinem Naturell. Der West Highland Terrier kann bis zu 18 Jahre alt werden.

Bildquellen:

  • West Highland Terrier: cynoclub/Depositphotos.com