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Irrtümer bei der Hundeernährung

Wer sich einen Vierbeiner anschafft möchte natürlich, dass der Hund artgerecht ernährt wird und Probleme durch eine falsche Ernährung vermieden werden. Gerade für Besitzer die sich zum ersten Mal mit einem Hund auseinandersetzen nutzen häufig das Internet um Informationen zu erhalten.

 Leider kursieren jedoch immer noch genügend Irrtümer in Bezug auf die richtige Ernährung bei Hunden im world wide web herum. Ein gutes Beispiel für einen weit verbreiteten Irrtum ist Schweinefleisch.

Den meisten Hundebesitzern schwebt nun der Gedanke vor: „Das darf ich nicht verfütter, das verträgt ein Hund nicht“. Vom Prinzip her ist das richtig. Es handelt sich hierbei jedoch um rohes Schweinefleisch, wenn man es bei einer Temperatur von über 55°C kocht oder brät ist es für den Hund unschädlich.

Rohes Schweinefleisch ist deshalb schädlich, weil es oft das Aujeszky-Virus (anzeigepflichtige Tierseuche) enthält. Für den Menschen ist dieser Virus unschädlich, ein Hund kann jedoch innerhalb von wenigen Tagen qualvoll daran sterben. Da der Wolf als direkter Vorfahr des Hundes gilt, kann man eigentlich nichts falsch machen wenn man sich an die Ernährung des Wolfes hält.

Bei rohem Fleisch sollte man jedoch heutzutage eher vorsichtig sein. Wer seinem Hund dennoch sogenanntes „Frischfleisch“ verfüttern möchte, für den stellt BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter) eine gute Alternative dar.

Was darf ich niemals verfüttern?

Da der Stoffwechsel der Vierbeiner anders funktioniert als der des Menschen, können Hunde oder auch Katzen manche Stoffe nur schwer oder gar nicht verdauen. Es gibt viele Lebensmittel die für unseren menschlichen Verdauungstrakt kein Problem darstellt. Bei Hunden können die Lebensmittel die bei uns auf den Tisch kommen schwere Folgen haben. Wir haben euch mal die wichtigsten Futterirrtümer aufgelistet:

Milchprodukte und Schokolade
Lactose ist für Hunde schwer verdaulich. SchokoladeEnthält den für den Hund giftigen Stoff Theobromin. Bereits kleinere Mengen können im schlimmsten Fall zu Herzversagen führen.

Weintrauben, Rosinen, Hülsenfrüchte und Obst
Weintrauben und Rosinen führen bei einigen Hunderassen zu Nierenversagen. Viele Hülsenfrüchte und Nüsse enthalten den Giftstoff Phasin oder Persin, der bei Hunden zu schwerwiegenden Magen-Darm-Beschwerden führt. Obst sollte grundsätzlich in pürierter Form und ohne Kerne verfüttert werden. In den Kernen befindet sich die für Hunde gefährliche Blausäure.

Schweinefleisch und Milchprodukte
Grundsätzlich nicht schädlich wenn es bei mindestens 55°C gekocht/gegart wurde.

Gewürze, Knoblauch, Zwiebeln und Kohl
Grundsätzlich sollte man keine gewürzten Speisen an den Hund verfüttern. Knoblauch und Zwiebeln können zu Brechdurchfall führen und sollten vermieden werden. Chinakohl kann hin und wieder an Hunde verfüttert werden. Alle anderen Kohlarten können jedoch zu sehr schmerzhaften Blähungen führen.

Bildquellen:

  • Hundeernährung: Photocreo/Depositphotos.com