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Wie Sie Zwerggarnelen in einem Aquarium züchten können.

Die Garnelenzucht erfreut sich mittlerweile auch bei den Hobby Aquarianern immer größerer Beliebtheit. Das Wort „züchten“ steht aber auch immer im Zusammenhang mit einer etwas aufwendigeren Pflege. Wer also Zwerggarnelen selber züchten möchte, muss sich etwas mehr Zeit nehmen als bei ausgewachsenen Tieren die einfach ins Garnelenbecken eingesetzt werden.

Garnelenzucht Quelle: PlanctonVideo/Depositphotos.com

Garnelenzucht

Desweiteren muss zwischen einem primitiven Fortpflanzungstyp und einem spezialisierten Fortpflanzungstyp unterschieden werden.

Die Larven des primitiven Typs wie zum Beispiel bei einer Amanogarnele, durchlaufen mehrere Entwicklungsstufen.

Hierbei ist ein relativ großer Aufwand nötig, da man penibel auf den Salzgehalt achten sollte und man die Jungtiere bei fast jeder Entwicklungsstufe in ein anderes Becken setzen muss.

Der spezialisierte Fortpflanzungstyp dagegen ist wesentlich einfacher in der Aufzucht, auch wenn der Begriff „spezialisiert“ auf den ersten Blick nicht darauf hindeutet.

Die Garnelen lassen ihren Nachwuchs nach der Tragezeit als vollentwickelte Jungtiere im Wasser frei. Während der Tragezeit sitzen die Larven solange an den hinteren Schwimmbeinen, wo sie mit sauerstoffreichem Wasser versorgt werden, bis sie schlüpfen.

Für eine erfolgreiche Zucht ist es wichtig zu wissen, dass sich Weibchen nur kurz nach der Häutung begatten lassen.

Aus diesem Grund, sollte man immer ein paar mehr Männchen als Weibchen in einem Garnelenbecken halten. Ein Weibchen wirft in der Regel zwischen 20 und 30 Jungtiere, die bereits nach 3-6 Monaten geschlechtsreif sind.

Fütterung und Pflege der Jungtiere

Die Fütterung und die Pflege der frisch geschlüpften Garnelen sind recht simpel. Bei einem Garnelenbecken das schon etwas älter ist finden die Jungtiere meist genügend Futter, sodass kein zusätzliches Futter mehr zugefügt werden muss. Auch bei der Pflege muss kein weiterer Aufwand betrieben werden. Wie bei jedem anderen Aquarium sollte auch hier versucht werden, die natürliche Umgebung und die Anforderungen der Tiere so naturgetreu wie möglich nachzuempfinden.

Eine direkte Vergesellschaftung mit anderen Aquarienbewohnern wie Krebse, Schnecken, Krabben oder Fische sollte jedoch erst erfolgen wenn die Tiere ausgewachsen sind. Bei der Mischung von Krebsen und Zwerggarnelen muss man etwas vorsichtiger sein.

Größere Krebsarten sehen die Zwerggarnelen gerne auch mal als Zwischenmahlzeit an. Die Vergesellschaftung von Zwerggarnelen und Guppys, Schwertträgern oder auch Platys sollte man hingegen tunlichst vermeiden, wenn man seine Garnelenzucht noch aufwachsen sehen möchte.